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Tag 155: Catania – noch ein Tag im Zu-Haus-Klaus

B: Unverändert stürmt und regnet es. Wir nutzen heute mal die Zeit mit Waschen, schon wieder spülen und anderen Haushaltstätigkeiten. Viel Platz für Selbstbestimmung bleibt nicht an diesem sonst so locker erscheinenden CP. Licht mit Bewegungsmelder, Dusche mit Bewegungsmelder (also auch hier heißt es hopsen, um einen halbwegs kontinuierlichen Wasserstrahl zu garantieren) – nicht mal die Temperatur kann ich selber einstellen, und die Waschmaschinen werden automatisch mit Waschmittel,  Weichspüler und Desinfektion versorgt, was mir der schwäbische Campingplatzmitarbeiter nicht ohne Stolz erklärt. Ob ich das alles will, ist hier nicht die Frage. Wo mir doch Selbstbestimmung ein so hohes Gut ist. Das Wetter geht mir auch langsam  gehörig auf den Zünder. Ich weiß – alles Luxusprobleme 🙂

M: Heute gibt es „Klaus im Salzteig“;) Die Gischt vom Meer haut es dermaßen weit hoch, dass der arme Klaus ’ne dicke Salzkruste bekommt:(

Tag 154: Catania – ein Tag im Zu-Haus-Klaus

B: Wieder haben wir einen so stürmischen und nassen Tag, dass wir den Klaus kaum verlassen. Eigentlich wollten wir noch mal nach Catania reinfahren, aber vor die Hütte gehen wir jetzt nur, wenn es unbedingt sein muss. Es ist zwar gar nicht so kalt, aber sehr ungemütlich draußen. Das Meer tobt und die Gischt spritzt bis hoch auf unseren Platz. Martin ist todesmutig: er sucht und findet einen Supermarkt, kommt klatschnass zurück. Spülen wird zum Überlebenstraining – ich mit Stirnlampe, denn bei meiner Größe reagiert der Bewegungsmelder für das Licht im Spülraum nicht 🙁 obwohl ich mehrfach rumhüpfe und Pfannen schwenke, ich sag euch, da macht man was mit. Martin spült dann die 2.Hälfte, ohne Stirnlampe und ohne Pfanne schwenken, denn er hat das Problem mit dem Bewegungsmelder natürlich nicht!

Tage 50 – 56: Ionion Beach

B: Nachdem wir mit dem Klaus noch mal umgezogen sind hier am Platz, geht auch das Internet und Martin kann arbeiten. Nach ein paar Tagen zieht ein heftiger Sturm mit hohen Wellen und Dauerregen auf. Wir kränkeln abwechselnd. An unserem letzten Tag hier war es dann noch so traumhaft schön, dass wir einen Strandtag eingelegt haben und sogar ich kurz im Meer war.

M: Hier, am Ionion Beach, wird erstmals deutlich, dass sich unsere Ziele mittlerweile verschieben. Wichtig werden Orte, die halbwegs zuverlässiges Internet bieten und überhaupt in dieser Jahreszeit für uns offenstehen. Denn fast alle Campingplätze machen spätestens Ende Oktober dicht und reine Wohnmobilstellplätze mit Zeug (Ver- und Entsorgung, Internet usw.) gibt es hier nirgendwo. Klaus bietet uns nur wenige Tage ein autarkes Leben, also suchen wir doch immer wieder die Zuflucht zu Stätten „mit Anschluss“. So kamen wir auch hierher.

Und etwas anderes passiert hier (nicht zum letzten Mal): Meine Energie geht vollständig in den Keller, nix geht mehr. Erst nach Tagen wird das langsam wieder, aber mein Körper zeigt mir bei der geringsten Anstrengung gleich zuverlässig die Grenzen auf. Später werde ich -mit Bettinas Hilfe- klarer sehen können, was da abläuft. Im Moment bleibt nur das maßlose Erstaunen …. und abwarten… es ist eh überall nur Mistwetter.

In einer Taverne (ganz was neues: wir sind die einzigen Gäste;)) erleben wir auf einem Großbild-TV Sturm über Europa und wegschwimmende Autos in Athen. Tagsüber hatten wir bereits den Klaus ein wenig von der Küstenlinie entfernt, denn unsere Überwinterungs-Nachbarn wussten davon zu berichten, dass unser Platz gerne von den Herbststürmen und -wellen heimgesucht wird.