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Tag 2: Wasserburg am Inn

B: Martin hatte heute Morgen einen Alptraum. Aus dem Schlaf ist er aufgesprungen (geht in unserem Bett nur mit Kopf anstoßen, aua) und meinte, er müsse unsere Fahrräder vor den Dieben schützen, die sich vermeintlich am Camper zu schaffen gemacht haben. Er hat nachgeschaut 🙂 die Räder waren tatsächlich noch da!

Wir versuchen das Chaos, das noch im Camper herrscht zu beseitigen – mit eher zweifelhaftem Erfolg.

Am Vormittag verabschieden wir uns von Larissa und Georg, nachdem wir den Vario noch von innen bestaunt haben (wirklich klasse). Martin und ich schauen uns dann in aller Ruhe Wasserburg an, ein erstaunlich sehenswertes Städtchen!

Später fahren wir weiter bis nach Garmisch-Partenkirchen. An der Wankbahn finden wir unseren ersten richtigen Camperstellplatz. Zig andere Camper stehen hier, für uns ist das alles noch neu.

M: Von wegen Alptraum – so unterschiedlich sind die Blickwinkel! Selbstverständlich war ich der Einzige, der die Diebe bemerkt hat. Und es war wohl nur meinem beherzten Einsatz -hauptsächlich einem Rumms mit dem Kopf an die Decke unseres „Schlafzimmers“ und lautem Geschrei- zu verdanken, dass da nichts Schlimmeres passiert ist – die waren in die Flucht geschlagen!   

 

 

Tag 1: Los geht’s!

B: Wir haben’s geschafft! Wir sind tatsächlich losgefahren!

Erster Stopp ist Marktoberdorf, wo Martin in einem Outdoorshop noch etwas hat zurücklegen lassen (als wären nicht schon seit Monaten nahezu täglich Paketzusteller bei uns ein und ausgegangen, um Unverzichtbares für die Reise zu bringen).

Noch einen kurzen Halt erlauben wir uns am Staffelsee, der liegt auf dem Weg unseres eigentlich ersten Zieles: Wasserburg am Inn.

Dort treffen wir uns mit Larissa und Georg, die schon seit 1,5 Jahren mit ihrem Mercedes Vario unterwegs sind. Sie hatten uns auf dem Familientreffen 2013 dazu inspiriert nicht bis zur Rente mit unserer Reise zu warten.

Wir treffen uns auf dem Parkplatz „Unter der Rampe“, auf dem wir auch übernachten werden und gehen dann in die Stadt gemeinsam was essen. Das Treffen mit den Beiden ist so nett, dass wir als letzte Gäste fast rausgekehrt werden müssen.

M:   Ja, es geht wirklich los, wow – aber auf einmal nach Osten?

Der Plan war doch klar: Von Wangen aus Richtung Süden, über die Alpen an die Oberitalienischen Seen, ca. 2 Wochen nur urlauben und dann so richtig loslegen: Europa voraus – nach links abbiegen … oder nach rechts ….

Nun, zuerst ergibt es sich so, dass wir Profis besuchen können, unsere Animateure Larissa und Georg eben. Und da die beiden gerade in Wasserburg sind (also fast um die Ecke, nur mal 260km auf der Landstraße…), brechen wir einfach mal auf.

Ganz seltsame Nummer: Da haben wir uns Wochen und Monate (mit ständigen Verzögerungen und unzähligen Hindernissen) darauf fixiert, diesen TAG 1 endlich mal greifbar zu bekommen – und nun sitzen wir im Klaus, fahren los und sind uns schnell einig darüber, es jetzt erst einmal nicht fassen und greifen zu können, dass wir nun tatsächlich mit diesem Camper-Ding EIN JAHR unterwegs sein werden. Also lautet unser schneller Beschluss, das Ganze erstmal als kleinen Urlaub zu verstehen, damit der Horizont nicht zu weit wird.

Völlig ungewohnt alles, wir haben noch Null Ahnung von unserem Camper (den schönen deutschen Ausdruck Wohnmobil –gerne auch neckisch „WoMo“ geliebkost- mögen wir beide schon mal nicht, den lassen wir aus) und auch vom Campen selbst fehlt uns jedweder Plan. Na prima – aber wir haben ja nun ein Jahr Zeit – auf geht’s 🙂