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Tag 126: Griechenland ade – Hallo Italien! oder: Die Fähre nach Brindisi

B: Dann soll die Reise von den Klöstern aus weiter gehen. Aber wohin? Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir uns vor einer klaren Entscheidung gedrückt. Nach rechts – Istanbul? Nach links – Italien? Schlussendlich sind wir uns einig: es soll jetzt nach Italien gehen. Auch wenn der Gedanke bleibt: Jetzt waren wir doch so nah dran! Auf nach Igoumenitsa, von wo aus die Fähren starten. Gegen 19 Uhr sind wir dort und gehen gleich in das erste Ticketbüro, das vertrauenswürdig aussieht. Gut, um 1 Uhr in der Nacht geht das nächste Schiff, das uns mitnehmen kann: Schlafkabine ja oder nein? Für mich ist schnell klar: ja! Die Vorstellung mich eine Nacht bei laufendem TV und Neonlicht in irgendeinem Sessel rumknäulen zu müssen, finde ich so grässlich, dass wir eine Kabine nehmen, auch wenn das Ganze dadurch viel teurer wird. Nachdem wir ein bisschen den Klaus aufgeräumt und unsere Sachen für die Fähre gepackt haben, gehen wir noch in einen ehrlichen griechischen Schnellimbiss, dann wird es schon Zeit uns im Hafen in der Schlange anzustellen, wo Fahrzeuge und Menschen auf die besagte Fähre warten. Bloß: die kommt erst mal nicht. Als sie dann endlich mit ca. 1stündiger Verspätung da ist, werden wir aus der Schlange rausgewunken, wir (nicht LKW, nicht PKW) scheinen (noch) nicht ins Konzept der hektischen Einweiser zu passen. Und wenn sie uns jetzt vergessen? Tun sie aber nicht. Später werden wir zwischen dicke Laster eingepfercht. Wir suchen und finden unsere Schlafkabine und da es mittlerweile ca. 2 Uhr ist, sind wir todmüde. Kabine und Bad sind zweckmäßig eingerichtet, aber ich bin’s zufrieden. Hauptsache dunkel machen und in die Horizontale ausstrecken können. Schlafen kann ich nicht gut, heiß ist es und brummig (und mich lässt das Fährunglück von vor  ein paar Wochen nicht unbeeindruckt). Am Morgen klopft und ruft es: das war offensichtlich der schiffseigene Weckdienst! Da muss ich doch noch weggedöst sein. Wir nutzen beide die Dusche (ist ja nicht so selbstverständlich die eigene Dusche in Normgröße). Vorne im ‚Aufenthaltsraum‘ dann sehen wir Brindisi schon näher kommen. Das liebe ich ja am Fähre fahren, das Einlaufen in den Hafen. Und dann sehen wir tatsächlich die ausgebrannte ‚Norman Atlantic‘, die vor Kurzem noch so unglücklich in den Schlagzeilen stand. Links an der Hafeneinfahrt liegt sie wie ein verrußtes Mahnmal.

Wir finden stadtnah einen großen Parkplatz, frühstücken und gehen dann in die Stadt. Brindisi ist eine hübsche Stadt, aber wir sind mal wieder zur falschen Uhrzeit da. In der Mittagszeit ist hier, wie auch in griechischen Städten, nichts los, die Geschäfte sind alle zu. Die Übernachtung später auf demselben Parkplatz ist etwas unruhig. Da lassen Busse nachts ihre Motoren laufen, frühmorgens lärmt die Müllabfuhr.

M: Auf dem Weg durch das nordgriechische Bergland decken wir uns am Straßenstand noch mit dem Nötigsten ein – irgendwie haben wir uns wohl an das einfache griechische Essen gewöhnt und dann bereiten wir dem Straßenverkäufer (der lange Zeit in Deutschland war und dessen Sohn in Augsburg geblieben ist) wohl sein bestes Geschäft des Tages. Er preist auch seinen guten Tsipouro an – gut eingeschenkt im Plastikbecher zum Luft wegbleiben;)  der hat eher 50% als 40%. Da kauf ich doch glatt nen Liter –  das hält dann schließlich auch 6 Wochen und schmeckt immer prima:) 

Fähre nach Italien: Klaus darf bei den ganz Großen mitspielen! Endlich fühlt er sich richtig einsortiert: Nicht immer nur bei den ganzen kleinen PKWs im Sandkasten rummachen;) Andererseits: Ob er sich mal überlegt hat, was mit ihm passieren würde, wenn einer der wirklich Großen mit seinen 40 Tonnen auf hoher See in Bewegung kommen würde? Der arme Klaus! Kann nicht passieren? Doch! Kein Sattelzug wird verzurrt, kein hektischer Einweiser hat irgendwas von „Gang einlegen und Handbremse anziehen“ gesagt. Aber zumindest Hinweisschilder? Ach was! Die Fährunternehmen setzen offenbar auf gesunden Menschenverstand, allerdings eher bei den anderen…. aber meistens geht es ja gut:)

Vielleicht hätten wir gleich von Albanien aus übersetzen sollen – aber billiger kann’s von dort kaum noch sein: Wir hätten ohne Kabine für Klaus und uns nur € 145,- gezahlt, das ist wenig. Mit Kabine waren es dann ca. € 80,- mehr.       

M: Brindisi: Da auch wir schließlich heil über das Ionische Meer kommen, kann ich mein (angesichts der bisherigen Erfahrungen mit der Qualität von Internetverbindungen auf Stell- und Campingplätzen beschlossenes) Vorhaben auch gleich in die Tat umsetzen: Ab jetzt nur noch mit eigener Prepaid-Karte des jeweiligen Landes! Bei einem TRE-Shop werden wir fündig: SIM-Card für € 5,- + obligatorische Erstaufladung für € 3,- und weitere € 15,- für  „Super Web 100„. Prima Sache, damit gibt es 100 Stunden Internet, gültig für einen Monat (verlängerbar), nutzbar in UMTS-Sticks am Notebook oder Router – passt!
Gut, es gibt dann in der Praxis später noch die ein oder andere Anlaufschwierigkeit;) – aber nachdem es dann läuft, ist es einfach nur gut und zuverlässig. Und das aus Deutschland mitgeschleppte Alditalk-EU-Internet-150-Roaming-Dings kann endlich in die Tonne getreten werden. So schnell
konnte man da gar nicht zuschauen, wie unsere beiden Notebooks die jeweils 150MB verbruzzelt haben (egal, wie restriktiv die eingestellt wurden) und dann fleißig im Minutentakt evtl. vorhandenes Guthaben vernichtet hat.
Und das, was bisher auf den diversen Plätzen als Internet angeboten wurde, war oft auch eine pure Zumutung und z.B. für Foto-Uploads kaum nutzbar.  

Brindisi ist (mit)tagsüber ausgestorben, gewinnt aber deutlich am Abend: Dann lebt es – und in milder Beleuchtung zeigt sich die Stadt gewinnend.     

 

Tag 125: Die Meteora-Klöster und eine Entscheidung

B: Wir wachen also direkt vor dem größten der Meteora-Klöster auf. Es heißt Megálo Méteoro (oder auch Metamórphosis), aber zunächst sehen wir eher wenig Großes  beim Rausschauen aus unserem Schlafzimmerfenster. Nebelschwaden ziehen vor die Felsen und Klöster, nur manchmal lässt sich das Kloster Varlaám für einen Moment blicken. Aber es reicht noch nicht für ein anständiges Foto. Hach, und wieder mal find ich es ganz prima, dass wir im Januar an so einem spektakulären Platz sind (trotz des Wetters), denn außer uns sind da nicht viele Leute. Der eine Bus mit den asiatischen Touristen ist schon wieder abgereist, bevor wir mit Frühstücken fertig sind :). Gut, dass Martin mir noch aus dem Internet vorgelesen hat, dass Frauen in den meisten Klöstern Röcke tragen müssen, sonst bekommen sie eine Schürze zum Tragen am Eingang ausgehändigt. Ich trage also Rock und kann ohne so ein albernes Ding durch die Anlage schlendern. Dieses Kloster ist in einem so guten Zustand, dass es eine Freude ist, sich den ganzen Bau anzusehen (also das, was wir davon sehen dürfen, etliche Räume sind natürlich ‚private‘). Im Klostershop hätten wir kleine Devotionalien, Räucherwerk, Bücher und etliches andere kaufen können. Im Klaus ist aber Gottseidank kein Platz für Hinstellerchen. Auf den Geschmack gekommen, fahren wir noch ins nächstgelegene der Klöster. Nicht alle sind bewohnt, bzw. besuchbar. Und jedes hat seine eigenen Öffnungszeiten. Es ist also pures Glück, dass heute beide von uns favorisierten offen sind. Das zweite, Varlaám, hat aber nur noch eine viertel Stunde geöffnet, als wir dort ankommen. Viel mehr Zeit brauchen wir dafür aber auch nicht, denn man kann nicht viele der Räume dort besichtigen und am Renovieren sind sie auch. In der Kirche zeigt uns ein älterer Herr einen Kronleuchter, in den Straußeneier integriert sind! Ein Teil der anderen Klöster sehen wir noch von außen. Danke Franz und Elfi, der Besuch hat sich wirklich gelohnt!

M: Für mich völlig irre ist die Landschaft, in der die Klöster und Einsiedeleien von Meteora auf die Felsen gebaut wurden! Am Vorabend sind wir im Dunkel lange Zeit durch eine Ebene gefahren und irgendwann türmten sich wie aus dem Nichts senkrecht in die Höhe steigende Felsen auf. Ab dem Ort Kastraki ging es steil nach oben, vom Tal aus werden starke Scheinwerfer an die Felsen gerichtet und sorgen für eine seltsame Atmosphäre.  Irgendwann konnte man in der Dunkelheit ahnen, welche aberwitzigen Bauten auf völlig unmöglichen Plätzen Menschen dort über die Jahrhunderte errichtet haben.

Wir fuhren bis zum letztmöglichen Halt und haben den Klaus auf dem Parkplatz vor dem größten Kloster abgestellt. Ein anderes Wohnmobil stand da noch, alle Fenster längst zu. Ansonsten war es stockfinster und bald richtig kalt. Unser persönlicher Wachhund stand auch schon bereit und bekam anderntags von Bettina seinen Futterlohn.

Was für eine wundervolle Welt in der Nacht! Das wenige Licht von Mond und vom Tal reichte aus, um sich bereits die einmalige Landschaft am nächsten Morgen vorstellen zu können – ich kann durch Klaus‘ offene Fenster gar nicht genug kalte und klare Nachtluft atmen und mir die Augen in der Dunkelheit vor lauter Großartigkeit kaum sattsehen…

Anderntags: Tja, dumm gelaufen – nix isses mit all der Herrlichkeit, nur eine einzige Nebelsuppe – mal mit 15m, mal mit 50m Sichtweite …. Bitte entschuldigt daher die heftig nachbearbeiteten Meteora-Fotos. Anders ging es nicht, um überhaupt was verwertbares zu bekommen.

Megálo Méteoro (Metamórphosis), das mit 60.000m² Gebäudefläche größte der ehemals 24 Klöster und Einsiedeleien (nicht mehr alle sind erhalten) ist eine Pracht. Kaum vorstellbar, dass das auf einem solitären Felsen gebaute Kloster bis weit ins 20. Jahrhundert tatsächlich nur über Strickleitern oder Seilwinde erreichbar war. Da haben wir es doch leicht, eine schmale Brücke überquert heute die Schlucht zwischen den Felsen und ein enger Gang führt durch den Fels auf eine Treppe nach oben in den Eingangsbereich. Spannend die kleinen Ausstellungen und Museen im Kloster, die sowohl das alltägliche Leben als auch religiöse Preziosen zeigen. 

Aus jedem neuen Blickwinkel atemberaubend ist die Lage der einzelnen Klöster. Es ist, als hätten die Erbauer sich gegenseitig darin übertrumpfen wollen, immer aberwitzigere Plätze auf den Sandsteinfelsen mit Klöstern zu besetzen. Mein Favorit ist Rousánou (Arsánou): Von der Schokoladenseite aus betrachtet, scheint es direkt auf des schmale Felsplateau mit der Kelle draufgeklatscht zu sein – auch dieses Kloster ist noch bewohnt, es ist heute ein Frauenkloster (mit geschickt kaschiertem Trivial-Anbau auf der „harmlosen“ Felsenrückseite).

Nachdem wir dann aus der Klosterwelt nach und nach wieder in die weltiche Welt abwärts gefahren sind, stand endgültig die große Entscheidung an: I oder I? Istanbul oder Italien? Die Entscheidung fällt uns heute leicht (gestern war das noch anders): Wir sind GR-satt. Also kein Thessaloniki mehr, auch nicht Athos oder Chalkidiki – dementsprechend auch kein Istanbul. Italien stattdessen. Es ist 16:00 und das Navi meint, dass wir locker heute noch in Igoumenitsa (Dem griechischen Fährhafen nach Italien) ankommen können. Und womöglich im gleichen Atemzug auch übersetzen können. Und dann geht es auf einmal ganz schnell – nach zwei Monaten Griechenland sind wir auf einmal ruckzuck in Italien.          

    

Tag 124: Die heißen Quellen von Termopili

B: Heute wollen wir zu den heißen Quellen von Termopili fahren, von denen uns Franz so vorgeschwärmt hat. Die Quellen zu finden ist gar nicht so einfach. Würde man in Deutschland um solch ein Naturereignis wahrscheinlich eine ganze Wellnesslandschaft drumrum bauen, mit entsprechenden Eintrittsgeldern, ist es hier nicht mal deutlich ausgeschildert. Martin findet dann die Zufahrt mehr nach Instinkt. Erst mal sieht das Areal eher aus, wie ein LKW-Parkplatz. Das scheint hier ein Geheimtipp unter Brummifahrern zum Pause machen zu sein. Und für osteuropäische Großfamilien, die hier gleich den Platz fürs Picknick mit Musikbeschallung nutzen. Als nächstes sehen wir Menschen in Bademänteln und ein runtergekommenes Gebäude. Beim Näherkommen dann hört man es plätschern und sieht einen künstlichen kleinen Wasserfall und die Becken, in denen Leute in Badebekleidung sitzen und sich offensichtlich sehr wohl fühlen. Wenn man durch ein Stückchen Wald Richtung Quelle dieser Wasserfreuden geht, kommt man an noch ein sehr bequemes Becken, von dem aus ein richtiger Bach mit dem 40° warmen Wasser fließt. Klingt alles toll, ist es auch, als wir dann mal drin sitzen in dem heißen, schwefelstinkigen Nass, aber ich hätte vorher fast gestreikt: ein paar Meter vor diesem Becken liegt Müll in rauen Mengen herum, es ist echt eklig. Da heißt es, wie immer mal, wegschauen und im Hier und Jetzt genießen. Es ist unglaublich entspannend in dem Wasser! Hinterher stinken wir zwei nach Schwefel, als kämen wir direkt aus der Hölle und unsere Haut fühlt sich ganz wunderbar weich an. Martins Badehose ist jetzt allerdings ruiniert.

Dann geht’s weiter zu den Klöstern zwischen Himmel und Erde – den Meteora-Klöstern. Bis auf den Parkplatz vor dem größten dieser unglaublichen Bauwerke fährt Martin uns ganz tapfer. Dann fallen wir müde in unser Bett.

M: Lieber Franz, das war ein toller Tipp – das heiße Schwefelwasser von Termopili ist klasse. Aber he, die ganze Umgebung ist wirklich völlig rotten. Bettina hat’s oben schon geschrieben und ich hab mich eher gewundert, dass sie sich überwunden hat. Man könnte dieses Quellenwunder in Deutschland (und bei euch in Österreich ganz sicher auch) entweder exklusiv vermarkten oder bestens umzäunen, Naturschutzschilder aufstellen und die Leute gegen gutes Geld bis an den Zaun in sicherem Abstand ranlassen. Aber sowas wie hier, dass hier ein völlig chaotisches, wildwüchsiges Schwefelplanschbecken mit Grillplatz und Fernfahrerrastplatz entstanden ist – das kann ich mir weiter oben in Europa kaum vorstellen.

Nachdem wir aus dem Schwefeltopf heraus waren und zum Klaus zurückgegangen sind, fällt mir auf, dass meine Schlüssel, nun sagen wir mal, etwas „gebläut“ aussehen. Verflixt, die haben mit gebadet und sind jetzt vom Schwefel völlig oxidiert. Hoffentlich funktioniert der Transponderchip vom Zündschlüssel für die Wegfahrsperre noch – das wär’s ja! Aber alles klappt – puh!     

Übrigens: Hier ist das Schwefelwasser zu finden – dort immer der Nase nach:   Termopili / Loutra Thermopilon
In der Nähe fand die Schlacht bei den Thermopylen statt, der Landschaftseinschnitt hatte hohe strategische Bedeutung. Das Kriegerdenkmal des spartanischen Königs Leonidas befindet sich in der Nähe – dieser hatte mit seinen Truppen den übermächtigen Persern unter Xerxes schwer Verluste beigefügt, weshalb die ansonsten für die Spartaner verlorene Schlacht in die Geschichte einging. Das Thema wurde übrigens -hollywoodlike und tw. fragwürdig- in dem Spielfilm „300“ verarbeitet.

Nachdem wir heute schon viele Km von Kap Sounion nach Termopili gefahren sind, entschließen wir uns, noch bis zu den Meteora-Klöstern weiterzufahren und nicht bei den zwar tollen Schwefelbecken, aber auch unsäglich dreckigem Platz zu bleiben. Los geht’s.

Tag 119: Athen – das neue Akropolismuseum

M: Ab heute: Besichtigungsprogramm Athen. Da steht uns einiges bevor. Aber immer schön langsam, jeden Tag nur ein Highlight. So unser Plan. Drumherum gibt’s Stadtspaziergänge – und wir fahren Metro. 

B: Das neue Akropolismuseum in Athen ist ein ästhetischer, moderner Bau, der direkt gegenüber einem der Eingänge steht, die zur Akropolis führen. Auf 3 Stockwerken sieht man wunderschöne Skulpturen, bzw. deren Überreste, Modelle der Gebäude, die auf der Akropolis errichtet wurden, einen Film über die Renovierungsarbeiten an der Akropolis und die Teile der Friese und Giebelfriese, die nicht von den Engländern früher mal geklaut wurden und immer noch im British Museum stehen. Habe es sehr genossen, das alles in den großen, hellen Räumen anzuschauen. Nur das Museumspersonal (=Wächterinnen/Wächter) war mir zu unfreundlich. Aber das ist angesichts dieser großartigen Ausstellung durchaus zu verschmerzen.

M: NO PHOTOS PLEASE! Leider verstehe ich nix griechisch, was meinen die bloß? Da haben die so ein prachtvolles, spektakuläres neues Museum mit allerbesten Lichtverhältnissen und wollen uns keine selbstgemachten Erinnerungen mitnehmen lassen…. Normalerweise bin ich ja ordentlich, aber hier kommt der (Foto-)Dieb in mir zum Vorschein. Also höre ich gefühlte 213-mal: NO FOTOS PLEASE! Okay, wenn ich selbst dort Akro-Personal wäre und die Order hätte, das strikte „NO FOTOS“ durchzusetzen, wäre mein täglicher Tag auch kein guter. Bei lauter so Ignoranten wie mir … Aber schaut selbst: Da müssen doch einfach Fotos gemacht werden, oder?

Interessante Architektur: Das oberste Stockwerk des Museums ist gegenüber dem restlichen Baukörper in der Hochachse verdreht angeordnet und so dimensioniert, das die umlaufenden Friese des Parthenons (dem Tempel, den wir immer mit „der Akropolis“ gleichsetzen) in Originalgröße und -Anordnung hier angeordnet werden konnten – sehr eindrucksvoll!    

Aber das Einmalige dort ist nicht die Architektur oder z.B. der „junge Kalbträger„, sondern  die Museums-Öffnungszeit: Sage und schreibe bis 17:00 – das gibt es sonst nirgends in Griechenland;)

Danach noch ne Runde Spaziergang rund um Akropolis-City (siehe sep. Beitrag) und vorher und nachher mit der -guten!- Metro gefahren. Prima. Ein voller, angefüllter Tag. Morgen ist die Akropolis selbst dran.