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Tag 157: Ciao Catania

B: Heute reisen wir weiter. Nachdem wir den Campingplatz verlassen haben, fahren wir aber erst noch auf einen zentral gelegenen Parkplatz in Catania, denn wir wollen die Piazza Duomo mal am Tag sehen und die Chiesa di San Benedetto in der Via Crociferi anschauen. Der Platz ist am Tag nicht beeindruckender als abends, wenn er von vielen Lichtern angestrahlt wird, aber nach wie vor schön! In der Chiesa, die eine der unzähligen Kirchen der Stadt ist, bekommt man mit Bezahlen des Eintritts einen kleinen Audioguide in die Hand gedrückt, der uns mit Informationen zu 18 Stationen des Konvents und der Kirche leitet. Wir fühlen uns fast überschwemmt von der Fülle der Informationen, so interessant auch vieles davon ist. Die Kirche ist wunderschön! Nach diesem Besuch verabschieden wir uns von Catania und fahren weiter bis nach Syrakus, das auch ein absolutes Muss sein soll in puncto barocker Altstadt.

M: Erst heute ist mal deutlich zu sehen, dass tatsächlich durch die Prachtstraßen Catanias (Via Etnea) hindurch am Horizont der schneebedeckte und weit entfernte Ätna zu sehen ist – ein tolles Bild, mit der kleinen „Bridge“-Kamera kaum vernünftig festzuhalten.

Unterwegs nach Syrakus „wählen“ wir (etwas unbeabsichtigt) die Landstraße – während das Navi uns ständig auf die Autobahn zurückführen will. Positiv dabei ist, dass wir über eine Landzunge mit „angebautem“ Hügel geführt werden und von dort ergibt sich nochmals ein -grandioser- Blick von Süden auf den Ätna. Dieser zeigt sich endlich mal komplett von unten bis oben und in voller Ausdehnung – grandios!      

Tag 156: Aci Trezza & Abendessen in Catania

B: Der Wetterbericht hat Recht: es hat aufgehört zu regnen und auch wenn es noch bewölkt ist, wollen wir heute raus und was unternehmen. Aci Trezza steht auf dem Plan. Und dann noch mal Catania, denn wir haben ja noch lang nicht alles dort gesehen! Wir fahren mit der Holda und frieren mal wieder beide. Aci Trezza ist ein ganz hübsches kleines Örtchen, aber nach all dem Prunk, den wir in der letzten Zeit zu sehen bekommen haben, sind wir eher ein bisschen enttäuscht. Es mag daran liegen, dass immer noch Winter ist, und hier im Sommer natürlich mehr Leben ist, aber so wirklich angetan sind wir nun mal nicht. Außergewöhnlich sind allerdings die Zyklopeninseln, die vor dem kleinen Hafen des Ortes im Meer liegen. Mir gefällt die besonders gut, auf der eine Marienstatue steht, zu der eine Treppe vom Meer aus hochführt.

Dann, in Catania, schauen wir uns noch ein paar Gebäude an, die wir vorher als wirklich sehenswert  einsortiert haben. Dabei kommen wir auch durch schmuddelige Straßen und Gassen, was so ein Stadtbild ja erst vervollständigt. Wirklich klasse ist die Universität von Catania – ein Prachtgebäude zum Staunen! Sie ist von außen schon wunderschön, aber die Treppe in das obere Stockwerk ist ein einziges Aaahh und Ooohh. Dann schlendern wir noch sehr  lange Gänge entlang, von denen  viele, viele Zimmer abgehen – hier würde ich auch gerne studieren! 🙂

In der Trattoria da Mario, die Martin bei unserem letzten Gang durch Catania entdeckt hat, wollen wir heute Abend essen gehen. Aber sie öffnet erst um 20.30 Uhr. Ich bin aber schon eine Stunde früher kaputt (und hungrig), und so gehen wir gegenüber des fabelhaften Theaters Massimo Bellini von Catania im Theatercafé was trinken, um die Zeit zu überbrücken. Das Warten lohnt sich, wie wir später feststellen. Was für eine klasse Kneipe. Gut, das muss man mögen – hier steht eine Tupperdose auf dem Tisch, aus der man sich Papierservietten, das Besteck und Plastikbecher für die Getränke rausnimmt. Der Laden brummt, irgendwann sind alle Tische besetzt. Und das geht hier so: eine Karte gibt es nicht. Es gibt das Essen, was das Haus zu bieten hat, pauschal zahlt man 12 Euro pro Person. Und das Essen ist toll! Die Getränke sind inbegriffen. Wir wollen eigentlich eine Flasche Wasser und 1/2 Liter Wein. Wir bekommen Wasser und Wein, je ein Liter, und was wir nicht wollen, sollen wir stehen lassen. Die Stimmung im Lokal ist ausgelassen, hier ist nichts gekünstelt, es geht ums Essen, ums Trinken und um die Geselligkeit.

 

 

Tag 155: Catania – noch ein Tag im Zu-Haus-Klaus

B: Unverändert stürmt und regnet es. Wir nutzen heute mal die Zeit mit Waschen, schon wieder spülen und anderen Haushaltstätigkeiten. Viel Platz für Selbstbestimmung bleibt nicht an diesem sonst so locker erscheinenden CP. Licht mit Bewegungsmelder, Dusche mit Bewegungsmelder (also auch hier heißt es hopsen, um einen halbwegs kontinuierlichen Wasserstrahl zu garantieren) – nicht mal die Temperatur kann ich selber einstellen, und die Waschmaschinen werden automatisch mit Waschmittel,  Weichspüler und Desinfektion versorgt, was mir der schwäbische Campingplatzmitarbeiter nicht ohne Stolz erklärt. Ob ich das alles will, ist hier nicht die Frage. Wo mir doch Selbstbestimmung ein so hohes Gut ist. Das Wetter geht mir auch langsam  gehörig auf den Zünder. Ich weiß – alles Luxusprobleme 🙂

M: Heute gibt es „Klaus im Salzteig“;) Die Gischt vom Meer haut es dermaßen weit hoch, dass der arme Klaus ’ne dicke Salzkruste bekommt:(

Tag 154: Catania – ein Tag im Zu-Haus-Klaus

B: Wieder haben wir einen so stürmischen und nassen Tag, dass wir den Klaus kaum verlassen. Eigentlich wollten wir noch mal nach Catania reinfahren, aber vor die Hütte gehen wir jetzt nur, wenn es unbedingt sein muss. Es ist zwar gar nicht so kalt, aber sehr ungemütlich draußen. Das Meer tobt und die Gischt spritzt bis hoch auf unseren Platz. Martin ist todesmutig: er sucht und findet einen Supermarkt, kommt klatschnass zurück. Spülen wird zum Überlebenstraining – ich mit Stirnlampe, denn bei meiner Größe reagiert der Bewegungsmelder für das Licht im Spülraum nicht 🙁 obwohl ich mehrfach rumhüpfe und Pfannen schwenke, ich sag euch, da macht man was mit. Martin spült dann die 2.Hälfte, ohne Stirnlampe und ohne Pfanne schwenken, denn er hat das Problem mit dem Bewegungsmelder natürlich nicht!