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Tag 1: Los geht’s!

B: Wir haben’s geschafft! Wir sind tatsächlich losgefahren!

Erster Stopp ist Marktoberdorf, wo Martin in einem Outdoorshop noch etwas hat zurücklegen lassen (als wären nicht schon seit Monaten nahezu täglich Paketzusteller bei uns ein und ausgegangen, um Unverzichtbares für die Reise zu bringen).

Noch einen kurzen Halt erlauben wir uns am Staffelsee, der liegt auf dem Weg unseres eigentlich ersten Zieles: Wasserburg am Inn.

Dort treffen wir uns mit Larissa und Georg, die schon seit 1,5 Jahren mit ihrem Mercedes Vario unterwegs sind. Sie hatten uns auf dem Familientreffen 2013 dazu inspiriert nicht bis zur Rente mit unserer Reise zu warten.

Wir treffen uns auf dem Parkplatz „Unter der Rampe“, auf dem wir auch übernachten werden und gehen dann in die Stadt gemeinsam was essen. Das Treffen mit den Beiden ist so nett, dass wir als letzte Gäste fast rausgekehrt werden müssen.

M:   Ja, es geht wirklich los, wow – aber auf einmal nach Osten?

Der Plan war doch klar: Von Wangen aus Richtung Süden, über die Alpen an die Oberitalienischen Seen, ca. 2 Wochen nur urlauben und dann so richtig loslegen: Europa voraus – nach links abbiegen … oder nach rechts ….

Nun, zuerst ergibt es sich so, dass wir Profis besuchen können, unsere Animateure Larissa und Georg eben. Und da die beiden gerade in Wasserburg sind (also fast um die Ecke, nur mal 260km auf der Landstraße…), brechen wir einfach mal auf.

Ganz seltsame Nummer: Da haben wir uns Wochen und Monate (mit ständigen Verzögerungen und unzähligen Hindernissen) darauf fixiert, diesen TAG 1 endlich mal greifbar zu bekommen – und nun sitzen wir im Klaus, fahren los und sind uns schnell einig darüber, es jetzt erst einmal nicht fassen und greifen zu können, dass wir nun tatsächlich mit diesem Camper-Ding EIN JAHR unterwegs sein werden. Also lautet unser schneller Beschluss, das Ganze erstmal als kleinen Urlaub zu verstehen, damit der Horizont nicht zu weit wird.

Völlig ungewohnt alles, wir haben noch Null Ahnung von unserem Camper (den schönen deutschen Ausdruck Wohnmobil –gerne auch neckisch „WoMo“ geliebkost- mögen wir beide schon mal nicht, den lassen wir aus) und auch vom Campen selbst fehlt uns jedweder Plan. Na prima – aber wir haben ja nun ein Jahr Zeit – auf geht’s 🙂

Tag 0: letzte Vorbereitungen

 

M: Seit Wochen bereiten wir uns nun schon vor, verschieben unseren Tag 0 immer mal wieder und haben auch allen Grund dazu. Zu schlechter Letzt stellt sich noch ein Zahnkrams in den Weg, also noch mal zum Zahnarzt und hoffen, dass die letzte Nachbesserung dann auch wirklich ein Jahr hält.

Gestern Abend  waren wir noch mit unseren tollen Nachbarn unterwegs, kleines Danke- und Abschiedsessen. Alle waren in der letzten Zeit so hilfsbereit, dafür Dank an Gaby & Karl-Heinz, an Gisela & Fritz, an Uschi & Thomas. Ihr habt uns das losfahren gleichzeitig schwer und leicht gemacht! 

Irgendwie scheint es jetzt doch so, dass wir den Mund womöglich zu voll genommen und blöderweise alle Ratschläge in den Wind geschlagen haben. „Fahrt lieber erst mal probeweise für 2 Wochen irgendwohin, dann wisst ihr, was ihr noch braucht und ob das überhaupt was für euch ist“. Na gut, das haben wir uns alles angehört – und in den Wind geschlagen.  Kleinlaut vermerken wir jetzt für uns selbst, dass wir ja auch nach 3 Wochen durchaus zurückkommen können, wenn das alles nix ist… (aber die Schmach…..)

Mal sehen, was wir wohl zuerst vermissen werden – oder vergessen haben.

Und wie soll das überhaupt klappen: Auf max. 12m² zu zweit für ein Jahr?

Die Nacht wird unruhig und fertig sind wir immer noch nicht …