Tag 41: Montenegro

M: Weiter geht’s – „unten“ soll es wärmer sein, da zieht’s uns hin. Durch Montenegro müssen wir durchfahren – das sollte gut an einem Tag machbar sein. Pläne für das Land haben wir im Moment keine. Allerdings gibt es nur die Küstenstraße, die für uns in Frage kommt. Steile, eindrucksvolle Felshänge bestimmen das Küstenbild. Dort können wir bald mit einer Fähre über eine Meerenge, die Bucht von Kotor, fahren. Die Fährfahrt ist schnell vorbei, trotzdem ist es ein Vergnügen. Was man über die nun folgenden Strecken nicht behaupten kann. Die Fahrt führt uns an Landschaften vorbei und durch Städte hindurch, die eindeutig im Aufschwung sind. Leider werden überall die gleichen Sünden begangen, die auch Jahrzehnte später noch negativ nachwirken werden. Als ob andere (Deutschland, Italien, Spanien usw.) nicht schon lange vorher die Negativmuster bereits geliefert hätten …. Beispiel: Schöne Bucht, feiner Strand, offenbar ein netter Urlaubsort, alles schon vorhanden. Und zum guten Schluss darf irgendwer einen hässlichen, vielstöckigen und breiten Hotelklotz mitten vor die existente Infrastruktur klatschen, gutes Geld machen und den Rest versauen. Schade.

Irgendwann will’s Carin (immer noch Der Name für alle Navis) von uns wissen und führt uns wieder mal „durchs Gelände“…. Dabei weiß sie genau, wie lang und breit und hoch ihr Chauffeur Klaus ist. Nutzt aber nix, wenn das zur Verfügung stehende Kartenmaterial keine entsprechenden Informationen mitliefert. Und das macht es hier nicht. Wenigstens liefern wir mitten in einem alten Ortskern allen Umstehenden genügend Gesprächsstoff, wie das wohl hier jetzt für uns an der engen 180°-Kehre weitergehen könnte. Nach einer langen Fahrt über schmale Straßen durchs montenegrinische Mittelgebirge kommen wir irgendwann wieder auf eine Transversale, die besser schon vorher unser Weg gewesen wäre, trotz doppelter Strecke. Albanien ist gar nicht mehr fern, aber wir übernachten lieber noch in Montenegro. Auf dem Reserveparkplatz eines neuen Einkaufszentrums mitten in der Landschaft (wirklich: es ist kein größerer Ort weit und breit!) finden wir einen guten Übernachtungsplatz – sogar mit Gratis-Musik bis tief in die Nacht vom nahen Supermarkt-Café.

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