Tag 39: Brela, Trsteno

B: Erwachen bei Sonnenschein, Grund den kleinen Ort unterhalb unseres Übernachtungsplatzes anzuschauen. Brela ist ein kleiner, netter Sommerurlaubsort, der an den Hang gebaut ist, sehr beschaulich, – wir entspannen uns am Strand und Martin geht schwimmen. Dann ziehen wir weiter – Dubrovnik ist unser nächstes Ziel. Wir schrubben knapp 200km, um kurz vor Dubrovnik auf einem schönen kleinen Kirchplatz eine Übernachtungsbleibe zu finden.

M: Am Morgen nach unserer ersten (und überlebten!) „Wild“-Übernachtung lässt sich feststellen, dass wir ganz zufällig einen prima Platz mit toller Sicht auf Steilküste, Meer und kroatische Inselwelt erwischt haben – das lässt ja in Hinsicht auf unsere kommende Wildcamper-Karriere hoffen!  

Anders als Bettina empfinde ich Brela nicht nur als nett – aus irgendeinem Grund erscheint mir der Ort an der kroatischen Adria mit der zerklüfteten Küste, den noch im Ort bereits steil aufsteigenden Bergen, dem kleinen Hafen und seinem hübschen Badestrand in einer kleinen Bucht und mit Sicht auf eine der zahllosen Inseln vor der kroatischen Küste ein Sinnbild für einen perfekten, kleinen Urlaubort zu sein, bei dem ich an eine gute Mischung aus Beschaulichkeit und Betriebsamkeit denke (wissen kann ich’s ja nicht, denn genau: Ende Oktober = Saisonende!). 

Dann, auf unserer Fahrt Richtung Dubrovnik passieren wir dann u.a. das verzweigte Flussdelta der Neretva, die in einem breiten und fruchtbaren Tal in die Adria mündet. Das Tal ist –ganz im Gegensatz zu den umgebenden Berglandschaften- voll mit Menschen. Hier gedeihen Orangen, Fischer sind in Kanälen unterwegs und überall am Straßenrand werden Obst und Gemüse, die Früchte der Arbeit, angeboten – teilweise zu Spottpreisen (Orangen, ab 20 Cent/kg).

Beim Europa-Landkartengucken ist mir schon immer mal wieder aufgefallen, wie „ungerecht“ die adriatische Küstenlinie hier aufgeteilt ist – fast nur Kroatien weit und breit. Das Land zieht sich, immer schmäler werdend, nach Süden an der Küste entlang. Das Nachbarland Bosnien-Herzegowina bekommt fast nix davon ab, obwohl es -geografisch betrachtet- ständig auf ein Stück Küste lauert. Jetzt, auf unserem Weg nach Dubrovnik, kommen wir irgendwann auch einmal durch den Rest Küste, der für Bosnien-Herzegowina „übriggeblieben“ ist: ca. 5km Straße bei dem Ort Neum – kaum ist man drin, ist man auch schon wieder draußen. Dabei sind 2 Grenzstationen mit muffeligen Grenzern zu passieren und der Rest ist leider auch nicht schön. Nur 20km Küstenlinie im Land und die ist schruddelig touristisch verbaut. Dann geht’s mit Kroatien weiter, dessen südlicher Ausläufer nur ein schmaler Küstenstrich und eine Exklave ist.

Abends entschließen wir uns, die große Stadt erst am nächsten Morgen „anzulaufen“. Weniger als 20km vor Dubrovnik finden wir ohne lange Suche einen schönen Platz – den Kirchplatz des Ortes Trsteno.

An unserem –zufälligen- Übernachtungsort sehen wir erst am kommenden Morgen von unserem Kirchplatz aus den Wegweiser zu einem Arboretum, sind aber längst auf das schillernde Dubrovnik eingestellt und fahren los. Dass wir sozusagen an historischem Ort sind, nämlich nahe dem weltältesten Arboretum haben wir verpeilt und lesen wieder mal erst später davon. Naja, vielleicht kommen wir irgendwann nochmal nach Trsteno…..

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