Tag 74: Kalamata

B: Gestern haben wir den Stellplatz, der im Internet als solcher angegeben ist, am Hafen von Kalamata  mehr vermutet, als deutlich gefunden. So haben wir zwischen aufgedockten Booten geschlafen, auch schön. Mit Hunger hatten wir nach einer halbwegs belebten Taverne Ausschau gehalten und ganz in der Nähe des Hafens gefunden. Der sehr beflissene, kleine und flinke Ober überhäufte uns mit einem griechischen Redeschwall, bewirtete uns mit sehr gutem Essen und streute geradezu inflationär sein ‚evcharistó pára polí‚ ein.

Heute Mittag  erkunden wir die Altstadt mit dem Rad. Für die recht überschaubaren Burgruinenreste brauchen wir nicht mehr als die noch zur Verfügung stehende halbe Stunde  (da stand er aber auch schon um 5 vor 3, und wurde zappelig, der Herr der Schlüssel). Wir sehen Kirchen, Denkmäler und schöne Gebäude und bekommen von einer Frau ein paar Mandarinen über den Gartenzaun geschenkt 🙂  Die eigentliche Altstadt finden wir dann auch, aber die Läden sind gerade alle zu, so wollen wir abends noch mal herkommen. Am Abend findet Martin einen sehr entspannten Radweg, der uns mitten ins pralle Leben führt. Die Stadt ist voll mit Menschen, die in Bars und Kneipen sitzen oder einfach nur flanieren. Genau das, was ich mal wieder brauche. Eine sehr schöne Taverne, in der wir auch noch einen freien Tisch finden und gut essen, macht den Abend perfekt.

M: So ein Standplatz mitten in einer Marina ist nicht verkehrt. Wir fahren einfach zum Tor hinein, nach links, kein Mensch kümmert sich um uns und wir stehen prima ruhig, fast mitten in der Stadt. Morgens stehen (zumindest mir) die sanitären Anlagen der Marina zur Verfügung, es gibt Wasser und das Abwasser lässt sich auch entsorgen.
Wo wir gerade hier im Hafen so zwischen den aufgedockten Yachten, die auf Überholung oder Reparatur warten, herumstehen, kommt mir bei gutem Wetter die Idee, nun einmal ernsthaft und endgültig das Loch in unserem Klaus-Dach zu versiegeln. Also Klaus direkt an eine Hafenmauer gestellt und dann von oben auf
dem Dach eine seriöse Reparatur durchgeführt, die nun (jedenfalls bis Stand Anfang 2015) selbst die heftigsten Gewitter unbeschadet an uns vorüberziehen lässt. Ein Stressfaktor weniger.  

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