Archiv der Kategorie: Reisetagebuch

Tag X + x : Weihnachten 2015

B & M:

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte,

Liebe „Mitreisende“ unseres Blogs www.einjahreuropa.de,

Följe vår blogg www.einjahreuropa.de,

Caro „compagno di viaggio “ del nostro blog,IMG_9254

Geachte passagiers van onze blogs,

Αγαπητοί επιβάτες των blogs μας,

Dear traveling companions of our blog,

 

wir wünschen Euch allen:  

 

 

*       Merry Christmas and a Happy New Year!

*       Vrolijk Kersfeest en ’n gelukkige nuwe jaar!

*       Joyeux Noel et Bonne Annee!

*       Kala Khristougena kai Eftikhes to Neon Ethos!

*       Buon Natale e Felice Nuovo Anno!

*       Bon Nadal i un Bon Any Nou!

*       Feliz Navidad y Prospero Ano Nuevo!

*       God Jul och Gott Nytt Ar!

 

Wir hoffen, dass es Euch allen gut geht und Ihr schöne Feiertage verbringt!

Ja, wir sind schon eine ganze Zeit zurück in Deutschland und gewöhnen uns in Wangen im Allgäu (wieder) ein.

Viele von Euch haben lange nichts von uns gehört und mit unserem Blog ging es auch irgendwann unterwegs nicht mehr weiter…..

Jedenfalls: Uns geht es gut, alles ist prima gelaufen, unsere „Ein-Jahr-Europa“-Reise ist ein paar Tage vor dem geplanten Jahr zu Ende gegangen und wir wollen und werden unseren Blog –als Reisebericht- noch fertigstellen. Nach und nach…. Natürlich hat er dann nicht den aktuellen Charakter, der vermittelt, wo wir gerade sind – aber das hatten wir auch während der Reise kaum einmal so zeitnah hinbekommen.

Der Blog war immer wieder zwischen uns beiden ein Thema: Ausführlich oder aktuell? Ruck-Zuck oder immer-mit-der-Ruhe? Zwischenzeitlich waren wir soweit, dass wir uns gegenseitig ankündigten, die Mitarbeit am Blog einzustellen oder den ganzen Blödsinn ohnehin besser bleiben zu lassen – weil es eh dauernd Streit deswegen gab ….

Es hat also Zeit gebraucht, bis nun –mit einigem Abstand- eine Wiederbelebung möglich ist. Bettina war währenddessen immer wieder fleißig und hat im Hintergrund die fehlenden Tagesberichte längst vorbereitet – nun muss ich so nach und nach die Bilder sortieren und bearbeiten (unglaublich: Es sind über 20.000 Roh-Fotos geworden -der Fluch der digitalen Fotografie:( ) und meinen Senf zu den Beiträgen dazugeben.

Nach und auch schon während unserer Reise haben wir viele gute Tipps bekommen, wie unser Blog noch zu optimieren sei: Mehr Text – Nein, weniger Text! Tolle Bilder, mehr davon – Nein, weniger Bilder, dafür viel aktueller sein! Wunderbare Reiseberichte – Nein, deutlich mehr Menschliches, Intimes wäre besser! Schreibt besser nicht so viel von den Städten, Landschaften, Abenteuern – schreibt mehr von Euch – Nein, mehr Erlebnisse bitte!

Und so haben wir uns redlich bemüht und mussten doch am Ende erkennen, dass es für uns nur so geht, wie es unseren eigenen Gedanken entspricht. Dummerweise waren die auch nicht immer deckungsgleich:)  Einig waren und sind wir beide darüber, dass wir einen Reisebericht liefern wollten und keine Daily Soap unseres Innenlebens. Mehr Emotion? Oh ja, die hätten wir an dem ein oder anderen Tag durchaus einpflegen können – Anlässe gab es genügend;)

Andererseits: (Vor allem) aus Bettinas Umfeld bekamen wir nach unserer Rückkehr etliche Male folgenden Kommentar (ein Kompliment?): „Ihr seid zurück, gemeinsam – und immer noch zusammen, toll!“ Ja, es ist wohl tatsächlich ein Erfolg, das finden wir auch:)

Wenn wir nun vorhaben, den Blog zu vervollständigen, dann mag es auch die/den eine/n oder andere/n geben, die abwinken und wissen, dass ein Blog ja nur von der Aktualität leben kann. Mag sein. Aber dann lest es doch einfach als Buch. Oder als wöchentliche Fortsetzungsgeschichte.

Für uns selbst jedenfalls ist es wichtig und richtig, dass wir den Blog als unseren eigenen vollständigen Bericht unserer so sicher nicht wiederholbaren Reise vervollständigen und zukünftig immer „griffbereit“ haben werden.

Ohnehin gab es jetzt schon die ein oder anderen Schubser, dass wir doch einmal darüber nachdenken könnten, ein Buch unserer Reise zu schreiben. Ok, das mag altmodisch sein – aber wir denken darüber nach;) Zumindest haben wir da gehört, dass es in dem Fall nicht erheblich sein soll, ob das Buch die Reise tagesaktuell begleitet oder aber Jahre später erscheint;)

Also, als Weihnachtsgeschenk schicken wir Euch allen ein paar neue Tage unserer Reise – und in der nächsten Zeit werden wir häppchenweise die noch fehlenden ca. 100 Tage nachreichen. Bedient Euch, wenn Ihr wollt!

Viele Grüße an Alle und einen guten Start ins neue Jahr!

Bettina & Martin

 

An EVA & MICHEL ROURA: So gerne wären wir zu Euch nach Schweden gekommen, um mit Euch in den Schärengarten Kanu zu fahren – aber wir sind nur bis Frankreich gekommen:(

An GIGI BOVE:  So weit weg von Capri waren wir gar nicht – aber es hat leider nicht geklappt:( Nächstes Mal besuchen wir Euch!

An RIA & WILLY aus der Kölner Gegend – im späten Frühjahr 2015 unterwegs mit MB DoKA im Valle del Boi in den Pyrenäen: Schade – Eure Mailadresse hätte ich gerne gehabt!

 

 

Tag 225: Wanderung zur Pont d’Arc

B: Das Wetter ist seit gestern gut, die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm, gerade so, wie wir es für unsere geplante Wanderung zur Pont d’Arc brauchen. Wanderung ist vielleicht fast übertrieben, es ist mehr ein Spaziergang, denn weit ist sie nicht weg, diese natürliche Brücke aus Stein. Wir müssen nur über den einen Hügel drüber kommen und ein Stück an der Straße entlang gehen, dann sind wir schon da. Zunächst laufen wir an einer Wiese entlang, auf der ein freundliches Pferd steht, kein Wunder (das mit dem freundlich), es lebt hier ja auch im Paradies. Dann geht es bergauf – der schmale Pfad windet sich zwischen Büschen und Bäumen hindurch, Blumen stehen am Wegesrand. Hier ist es so friedlich und schön, dass man gern noch länger bleiben möchte, als der Weg einen führen kann. Er endet an der Straße und obwohl wir versuchen, uns schon vorher auf der anderen Straßenseite wieder in die Büsche zu schlagen, gelingt es uns nicht. Der Hang ist zu steil und dann steht da bald ein Zaun, der ein Holidayresort der gehobenen Klasse zur Straße hin abgrenzt. Na gut, so lang geht’s dann auch nicht mehr an der Straße entlang, bis wir auf den Parkplatz kommen, von dem aus ein Weg bequem zum Ufer der Ardèche führt. Hier gibt es so etwas wie einen kleinen Strand und die Pont d’Arc ist ganz nah. Wir hatten sie uns größer vorgestellt, so im echten Leben, aber so oder so ist sie eine kleine Sensation! Außer uns sind noch ein paar Leute hier, die picknicken, herumsitzen oder fotografieren, aber dafür, dass so eine Werbung auf zig Bildern für die Brücke gemacht wird, ist der Platz angenehm gefüllt. Im Sommer wird das anders aussehen! Wir bleiben noch eine Weile, dann gehen wir zurück, diesmal mit dem Versuch uns am Ufer entlang durchzuschlagen, der nur halb gelingt, irgendwann müssen wir doch wieder hoch auf die Straße, aber einen Versuch war es wert 🙂

M: Ja, die Pont d’Arc war für uns vielleicht nicht sooo spektakulär, wie der ganze Hype um diesen großen Felsdurchbruch verspricht. Aber wir sind ja auch schon längst sensationsverwöhnt. Wunderschön ist es auf jeden Fall, am Ufer der Ardèche entlangzugehen, die zur Zeit einen recht hohen Wasserstand hat und an manchen Stellen heftig um die Felsen im Fluss tobt. Vorfreude auf unsere Kajakfahrt stellt sich ein:) 

Tag 223: Regen, Regen, Regen

B: Es regnet praktisch den ganzen Tag. Das ist ein guter Tag, um nichts zu tun, außer ein bisschen zu lesen und zu schreiben! Bloß ohne WLAN ist das nicht so einfach mit dem Schreiben. Also entscheiden wir uns, den Klaus umzuparken, näher hin zur Rezeption. Durch den Dauerregen sind aber diese schönen Wiesenplätze so durchnässt, dass der Camper völlig in der weichen Erde versackt, als Martin ihn auf dem neuen Platz ordentlich platzieren möchte. Der Chef des Hauses kommt dann auch schon mit 3 Helfern eiligst herbeigelaufen. Es wird geschoben und gedrückt, mit Sand, Hölzern und Metallplatten wird nachgeholfen, der Matsch spritzt auf das ein oder andere T-Shirt, bis der Klaus halbwegs anständig dasteht. Großes Danke an das ganze Team! Jetzt klappt das auch mit dem Internet 🙂

M: Hier zeigt sich wieder mal, wie vorteilhaft es ist, überall „das eigene“ Internet mitzuschleifen. Wenn’s denn funktionieren würde …. Bereits 2 Tage vorher habe ich beim Einkauf in der großen Stadt Guthaben für unseren französischen UMTS-Zugang eingekauft – aber Pustekuchen! Es stellt sich heraus, dass Guthaben bei dem großen Provider SFR nicht gleich Guthaben ist….. zwar habe ich ausdrücklich Guthaben für reinen Internet-Zugang per UMTS-Stick verlangt, aber in der Praxis galt dann der gekaufte Code nur für die Aufladung von Handys. Im Stick am Notebook hat sich der Code als unpassend erklärt. Das zieht jetzt eine längere Odysee nach sich, derweil quälen wir uns halt mit dem langsamen (und nicht mehr billigem) Internet am Platz rum. Mehr davon morgen und an Tag 229 – „L’Internet“.   Und an Tag 230 …         

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